Schon wieder denk ich mir ein Loch in meinen Kopf,
so taucht nun diese Stadt da drinnen auf.
Nicht irgendeine.
Meine.
Hinter den Augen stehen all die Häuser,
in denen längst schon niemand wohnt
und trotzdem geht ein Licht hier abends an,
ohne dass ich es rufe.
Es führt von Gestern eine Straße
durch meine Wangen quer.
Sie hat längst keinen Namen mehr,
doch kenn ich jede Stufe.
Ich steige oft hinunter
hin zu mir,
vorbei an mancher Tür,
die ich nicht öffne,
vorbei am Fenster,
hinter dem ich sitze,
ganz jung und ahnungslos,
mit beiden Händen voller Zukunft.
So seltsam,
wie viel Vergangenheit
in einen Menschen passt.
Von außen sieht man nur das statische Gesicht.
Doch innen fließt noch immer Leben.
Und irgendwo,
ganz hinten,
brennt ein Licht.
Lisa Nicolis



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