
Zum Abend hin
Die weiten Fluren atmen still und schwer,
ein leichter Schein ruht auf den müden Gräsern,
als trüge jeder Halm ein Sehnen mehr
nach frischen himmlischen Gewässern.
Ein Vogel schwebt diffus im fahlen Blau,
als suchte er 'nen Weg auf seinen Runden,
und aus den Gärten steigt, so lind und lau,
ein Duft, an längst vergess'ner Zeit gebunden.
Da wird mein Herz, das oft ganz lautlos ruht,
von einer leisen, tiefen Freud getroffen,
als wäre etwas, das mich einst mit Mut
in dieser Welt erfüllte, wieder offen.
Und über allem wächst ein stiller Sinn,
der tröstend mich in seine Arme nimmt,
als wär ich nur ein kleines Lied darin,
das kommt und geht und leis dazwischen singt.
Lisa Nicolis
Das Wort zum Montag
Da hat die Frau Doktor ein wenig an meinem Auge herumgelasert, nur so ein wenig, weil ich mein Auge nicht richtig öffnen konnte. Hätte man erwarten können, dass eine Frau Doktor das Auge mit irgend einem Gerät offen halten kann , was nicht der Fall war. Und weil ich mein Auge nicht weiter aufreißen konnte, wurde eben nur ein Teil gelasert. Schlamperei würde ich es nennen, die Frau Doktor meinte aber, dass ich nicht mitmachen wollte.
Immerhin kann ich mal wieder mein Geschreibsel einigermaßen sehen.
Und was ich sehe, ist leider nicht das, was ich sehen möchte. Ich war schon in Versuchung, nicht das erste Mal, den Blog zu löschen, denn zu viele Fehler sind da überall. Die Gedichte müsste ich alle wieder unter die Lupe nehmen. Die sind alle nicht“ ausgereift“. Wäre aber noch immer viel zu anstrengend. Ich lasse es mal so stehen, ist ja nur meine kleine Sünde, nichts weltbewegendes.

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