Ich schließe meine Augen sacht,
damit die Welt ein wenig schweigt.
Ein Ton aus stillem Tief erwacht,
sich durch verborgne Saiten geigt.
Aus mein Erinnern löst sich Klang,
wird Notenblatt und Melodie,
zieht wie ein goldner Faden lang
durch meines Herzens Fantasie.
Die Blumen lauschen, rosenschwer,
dem Lied, das keine Worte kennt.
Ein Takt verweht, ein anderer führt,
was zum Vergessen hin mich trennt.
Und zwischen Blau und Blattgold spinnt
die Zeit ihr feines Saitenspiel.
Ich weiß nicht, wo schon Stille rinnt,
nicht, wo der Klang beginnen will.
Vielleicht sind wir nur Instrument,
durch das ein fremder Atem zieht,
bis etwas tief in uns erkennt,
auch Schweigen ist ganz oft ein Lied.
Lisa Nicolis












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