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21.4.26

Aprilregen


Aprilregen

Ich hör durchs offne Fenster leises Rauschen
und hör den Wind, der frische Kühle bringt
und weiß, dass diese Nacht sich wird berauschen,
während die Welt schon alle Wolken trinkt.

Sie wird im Rausch uns wieder Wunder bringen,
denn dieser Trunk erquickt uns die Natur.
Sie wird den Garten uns bemalen und besingen
mit einem Frühling wunderbunt und pur.

Lisa Nicolis

Ich schau den Bäumen zu




Ich schau den Bäumen zu


Wie viele Stufen steigt der Saft
hinauf zur Krone und erschafft
bald ein Gefühl von Stolz und Kraft?


Was alles werkelt in dem Stamm,
bis alles Blattwerk prangt daran
und jeder Baum steht seinen Mann?


Sie ist ein Wunder, die Natur,
'ne Zauberin, grandios und pur.
am Berg, im Tal, im Wald und Flur.


Es formt im Stillen sich das Grün,
Farben entknittern sich zum Blüh'n.
's wird Frühling! Und wir feiern ihn!




@Lisa Nicolis

Der einsame Schwan

 


Der einsame Schwan


Bin jetzt ein Schwan, der's Fliegen längst vergaß,
auch nicht mehr zieht die wohlbekannten Bahnen,
der sich vom Wind nur treiben lässt, und das,
ohne sein nächstes Ankommen zu ahnen.

Mein Nass war einst zum Schwanensee erkoren,
wir riefen freudig uns die Grüße zu.
Jetzt gleit ich einsam hier und leicht verloren,
es überschwemmt mich nur die unendliche Ruh.

Wenn morgens Sonne bahnt sich an zu fließen
über die Oberfläche meines Lebensraums,
werden die Lebensgeister sich ganz still ergießen
vielleicht in letzten Wellen eines Traums.

@Lisa Nicolis

Ein Hauch von Grün




Ein Hauch von Grün


Setz dich auf eine Bank in deinen Garten
und richte deinen Blick nach oben hin.
Du musst auf einen Zauber gar nicht warten,
dein Blick ist in dem Wunder mittendrin.

Es liegt ein grüner Hauch schon in den Bäumen,
der Frühling werkelt an dem duft'gen Kleid.
Er wird es sicherlich auch nicht versäumen,
uns Anteil lassen an der Herrlichkeit.

Lisa Nicolis

20.4.26

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Frühling


 
Frühling

Zwischen
die seufzenden Bäume
streut der Wind
sonnige Scherben.

Fliederduftend
werfen Schatten
dunkle Rätsel
über den Weg.

Und die Kirschen
blühen sich weiß
in ihr rötliches Rund hinein.


Lisa Nicolis

24.1.26

Traumgängerin

 



Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.

Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mein Wogenrauschen mir erhellt.

Ich wurde brausend Nebel, Schaum,
Traumgängerin, ein Hauch von Traum.
Ich wurde eins mit meiner Nacht.
Bin morgens leider aufgewacht.



© Lisa Nicolis

23.1.26

Dies Jahr die Krähen

 




           Diesjährig sind                 all meine Krähen 
      so stumm. Sie fliegen herum,       sie stürzen sich vor meinem 
Fenster im Flug, in Scharen, vorbei. Kein Ton und kein Schrei! Das so traute Krah,
  ist nun nicht mehr zu hören, als wollten sie niemanden stören, als hätte 
sich  Furcht in ihr Gleiten gestaut, als wollten
    sie sagen:
   Ihr seid uns 
   zu laut
  !!
 !
 






@Lisa Nicolis

22.1.26

Was ist nah und was isr fern?




Milliarden Sachen weit im All
seh ich das fremde Licht
von einem weit entfernten Stern,
doch wie viel Uhr es allemal
gerade ist, das weiß ich nicht.
Die Wanduhr, einen Meter nah, 
ist viel zu fern.

Ich glaub, da wär es logisch,
sich richtig anzustrengen,
die Wanduhr auf 'nen Nagel
an der Venus aufzuhängen.

Das Pro und Contra
könnt ihr Lieben euch ersparen.
Mir fehlt, um rauf zu kommen, eh
der adäquate Karren.



@Lisa Nicolis

21.1.26

Surrealismus, Schönheit, Mechanik, Kunstrichtungen- den Rest macht KI


Alles, was mich bis jetzt nicht umgebracht hat, 
hat mich reifen lassen. 
Was mich umbringen wird, 
wird mich dann nicht mehr stören. 
Wie mich, inmitten der Ewigkeit, 
weder der Urknall, 
noch der 30-jährige Krieg 
gestört hatten 
und auch der Weltuntergang 
es nicht wird.


Lisa Nicolis