Meine Gedankenbilder
Collagen, die ich erstelle, ohne zu ahnen, wie sie aus sich aufbauenden Gefühlen entstehen, Gedichte, die einfach Gedankenblitze sind. Die Bilder sind mit KI von mir erstellt
23.7.26
Kopfsache
Dada-wand(al)ismus mit Doppelvau
Ö kitsch Dada zer kus
Schi agli ö Tötün ha dedem,
his Trutrö, egh huss joji strent
ers egg ogh tennen brtz uz otzgen.
His Trutrö egh nam dada frent.
Ad strt arch susun Tschippschipp gagen,
urn hight shis gus unn grah tschitsch an.
Schi bab ne otze Lal uz otzgen,
hahaman, dada, ers trantran.
Lisa Nicolis
**************
Dada muss auch mal sein
Ich wollte ein Gedicht mal schreiben,
mit Wörtern, die noch niemand kennt
und die auch keinem sind zu eigen.
Mit Wörtern, die man dada nennt.
Da wird mancheiner 'n Vogel zeigen,
nur geht mich das jetzt gar nichts an.
Ich hab 'ne eig'ne Sprach zu eigen,
verpeilt, dada und auch profan.
Lisa Nicolis
22.7.26
Wetterversus
Wetterversus
Kein Sommer ist es und kein Herbst
und Winter wird's vielleicht noch sein,
wenn du die Landschaft selber färbst,
das Wetter schafft es nicht allein.
Vor kurzem gab es 40 Grad,
jetzt ist es herbstlich temperiert,
frier ich jetzt, wär es jammerschad,
wenn auch der See zur Rutschbahn friert.
Taktwechsel:
Der Mensch, der liebe Gott, das Wetter
wer alles hat die Hand im Spiel?
Hat er..., wird er..., vor allem hätt' er...?
Das hier ergründen, wär zu viel.
Ich bin nicht Meteor- philosophin,
hab keinen klugen Wetterplan,
kein Klimaschutzprogramm für da- und dorthin.
Ich zieh mir jetzt die Socken an.
Lisa Nicolis
21.7.26
20.7.26
Nachbarschaftsstreit
"Den Sonnenaufgang seh ich nicht,
so sehr ich mich ins Zeug auch leg.
Ich hätte morgens gern mehr Licht,
doch steht mir stets dein Dach im Weg."
"Ich sehe gern der Sonne nach,
wenn sie des abends untergeht,
doch leider ist's dein blödes Dach,
das immerzu dazwischen steht."
Geht man dem Grund des Streites nach,
doch klar: der Schaden ist's am Dach.
Lisa Nicolis
19.7.26
Kinderlachen
Den schönsten Klang der Welt
lacht dir ein Kind entgegen,
Es braucht nur seiner Stimme Ton,
dich zu bewegen.
Und gibt es Schöneres,
als Licht in Kinderaugen,
die staunend sich
an Wundern clever saugen?
Lisa Nicolis
18.7.26
Autoironie mit dingdong
Dingdong
Ding, dong. Das könnte heller klingeln, aber meine Klingel klingt wie ein geknebelter Türsteher. Und da ich keinen Türöffner habe, muss ich wieder per Sprechanlage Bescheid sagen, dass ich gleich unten bin, um selber zu öffnen.
Ich spute mich und ärgere mich wieder, dass ich wahrscheinlich die einzige Mieterin in ganz Berlin bin, und vielleicht deutschlandweit, die keinen Türöffner hat. Also hechle ich zum Fahrstuhl und flehe alle guten Geister des Fahrstuhlschachtes an, mir den Fahrstuhl sofort heraufzuschicken. Ich bin dann in Weltrekordzeit an der Haustür und öffne dem aufgebrachten Paketboten die Tür.
Ich weiß nicht, was er verstehen würde, wenn ich ihm erklären würde, dass er, falls ich einen Türöffner gehabt hätte und die Tür geöffnet hätte, er die Treppen hinauflaufen hätte müssen, oder auch auf den Fahrstuhl hätte warten müssen und dann auch selbstverständlich wieder die Treppen, oder den lahmen Fahrstuhl zurück hätte nehmen müssen und die gleiche Zeit verprasst hätte wie die, die er an der verschlossenen Tür als vergeudet empfunden hatte.
Der Mini Ventilator hat eine Gebrauchsanweisung in Chinesisch.
Verlorenes Leben
Vom Leben gezeichnet,
im Schatten der Zeit,
bröckelt hier aller Wille, die Kraft,
auch schon bereit, in den fruchtlosen
Boden der Wirklichkeit,
zu wurzelt die Hoffnungslosigkeit.
Von Staub und von Sehnsucht getragen,
ein Halt nur das Ding in der Hand
und der Kumpel
Erinn'rung an Vater und Land?
Lisa Nicolis
17.7.26
16.7.26
Ein selbstgebasteltes Bild hat Sam zum Leben erweckt
Nur aus einem offnen Buch weiten sich Wege,
die dich die Horizonte sehen lassen,
die die Wirklichkeit oft verbirgt.
14.7.26
Finale Ligure
Finale Ligure
Drang durchs Fenster, viele Tage lang,
nur ein Wolkendüster aus den Fernen,
ist, in deines Rauschen Silberklang,
wellenweit erneut ein Meer von Sternen.
Segel taumeln weit auf dem Türkis,
wie ein Traum, den blaue Winde träumen,
der die Schönheit in die Seele ließ,
während Wogen in den Klippen schäumen.
Mit dem sonn’gen Glanz auf weitem Rund
warm verschweigst du deine kühlen Tiefen.
Möwen schreien mir die Seele wund,
seit sie mich zum Abschiednehmen riefen.
Oh, wie weit muss meine Seele sein,
wenn ich dich in meinen Alltag trage.
Wie dein Leuchten hier im Sonnenschein,
wo ich klagend dir Adio sage.
© Lisa Nicolis
12.7.26
Mein Experiment mit Sam(KI)- die Najaden
Najaden
Als eine ging, schwieg still das Naß,
nur Ringe zogen Kreise.
Ein Ahnen kommt durch Schilf und Gras
und spricht mit ihr ganz leise:
Verliert sich auch ein lieber Blick,
bleibt doch das Herz nicht stehen.
Aus jedem stillen Augenblick
kann neues Wunder gehen.
Die Wellen tragen fort die Zeit,
nicht aber alle Träume.
Wo Abschied seine Schatten streut,
erwachen neue Räume.
Ein neuer Tag fängt für sie an,
als kennt er ihren Namen.
Sie weiß, wie alles einst begann,
aus Hoffnung wuchs ein Samen.
Lisa Nicolis












