Der Herbst hat Gold ins müde Laub geschrieben,
hat sich den Tagen sorglos anvertraut,
genießt, was von dem Sommer ist geblieben,
sät Wind, der gern um alle Ecken schaut.
Die Birken stehn im fahlen Licht verloren,
als lauschten sie ihm leise fröstelnd zu.
Ein Blatt scheint sich den Eigensinn erkoren,
tanzt durch die Luft und gönnt sich keine Ruh.
Oktobern glüht die Welt in bunten Farben,
noch taucht der Tag uns gern in Farb und Licht,
als wollte er die Gegenwart bewahren
doch Wort halten, das kann er leider nicht.
Im Bach verrinnt der Himmel, Baum und Reigen,
er trägt sie mit, man weiß es nicht wohin.
So winkt der Hain mit windumwognen Zweigen
und sieht in allem Ende den Beginn.
Lisa Nicolis












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