Abendhin
Zartrosa greift sich der Abend das Blau,
himmelt sich wundervoll über die Welt.
Hoch in den Fernen, die ich mir jetzt schau,
baut er pastellntransparent sich sein Zelt.
Nahend schon dunkelt die Nacht übers All,
tönend das Wunder der Farben in grau.
All die Vernunft ist betäubt, Rauch und Schall,
während ich morgenhin Traumschlösser bau.
@Lisa Nicolis
Meine Gedankenbilder
Collagen, die ich erstelle, ohne zu ahnen, wie sie aus sich aufbauenden Gefühlen entstehen, Gedichte, die einfach Gedankenblitze sind.
8.7.26
Abendhin
7.7.26
Breakdance mal bildlich und wörtlich
Uups, das Bein zu weit gestrecken,
wollte nix die Scheibe breaken.
Du jetzt patience nicht verlier,
is ja only a picture here.
L.N
5.7.26
Selbstliebe
Wer sich mit seinem Herzen kennt,
steht fester, wenn die Welt zerbricht.
Wer sich in Liebe selbst erkennt,
verliert sich auch im Dunkeln nicht.
Lern erst dich selber lieb zu haben,
dann wächst in dir ein stiller Mut.
Was dich auch trifft an andren Tagen,
dein Herz trägt dich und das tut gut.
Lisa Nicolis
4.7.26
Im Garten der verlornen Stunden
Im Garten der verlornen Stunden
Im Garten der verlornen Stunden,
wo Rosen leise Träume weben,
sind alte Wege noch verbunden
mit Dingen, die dein Herz beleben.
Da sitzt du zwischen Licht und Schweigen,
im Wunder der Natur gefangen,
wenn sich die Düfte zu dir neigen
und Abendlichter mystisch prangen.
Ein Vogel trägt auf zarten Schwingen
Geheimnisse durch Raum und Wind,
von all den ungesagten Dingen,
die nie verlor'n gegangen sind.
Lisa Nicolis
3.7.26
Graffiti
Graffiti
Ein Streifen Himmel klebt am Dach der Straßen.
Im steten Schatten dieser Häuserschlucht,
ein jeder Schritt nach Licht und Freiheit sucht,
die Sonnentage irgendwann vergaßen.
Entlang der Mauern in verborg’nen Ecken,
entsprühen Lichtreflexe, Wagemut
aus einem Herz mit jugendlicher Glut,
der Schatten hat dann kunterbunte Flecken.
Wo Häuser eng und düster Himmel fassen,
© Lisa Nicolis
Wege
Wege tragen dich
über Brücken,
aus deinem Alltag,
aus deinem Haus.
Sie führen
aus dir selber,
aus deiner Seele
ins Leben hinaus.
© Lisa Nicolis.
2.7.26
Der andere Weg
Der andere Weg
An Kirchen sucht man nur die Uhr,
der liebe Gott wo ist er nur?
Er wohnte immer schon weit oben,
Der Glaube hat sich auch verschoben,
so ist der Weg zu ihm recht weit,
ob selber gehn, oder zu zweit.
Vielleicht hat sich nur still verschoben,
was einst so selbstverständlich schien:
Die Kirche steht noch in der Mitte
-doch anders sind die Wege hin.
Lisa Nicolis
Tassenquasseln
Moin, Schwesterherz, zu dieser Stunde.
Bin fein geduscht und kaffeefrisch,
so hebt Herr Otto mich zu Munde,
setzt er sich morgens hier zu Tisch.
Und du -Frau Otto, mag dich lieber,
trinkt gern aus deinem süßen Rand.
Dann winkt sie noch zum Nachbarn rüber
und der ist außer Rand und Band.
Herr Otto weiß nichts vom Geplänkel,
sonst wäre er doch richtig krank.
Verstaut er uns samt unserm Henkel...
hat er doch alle Tass'n im Schrank
Lisa Nicolis
Das Aufheizen übernehmen wir
Das Aufheizen übernehmen wir
Wir brauchen keine Sonne mehr,
wir richten uns gezielter ein
und werfen ihr ihr Strahl'n zurück
und heizen selber ein.
Das Spiegelbild ist nicht nur Schild,
auch Mahnung, dass's bewusst uns werde,
sie braucht uns nicht, doch immer gilt
-wir brauchen weiter unsre Erde.
Und widerspiegel soll's hier keinen
auch noch so kleinen Sonnenstrahl.
Lasst unsre Sonne scheinen.
Lisa Nicolis
1.7.26
"Blechkunst"
Blechkunst
wird durch Impuls auch Wirklichkeit.
Wo Fantasie die Form berührt,
wird selbst Metall zum Blüh'n verführt.
Lisa Nicolis
30.6.26
Die Sanduhr
Sie steht im Kreis aus Gold und Schweigen,
wo dunkle Zweige still sich neigen,
wo ferne Türme, mondbeschienen,
wie alte, stille Wunder dienen.
Ein Vogel sitzt im Abendschimmer
und singt sein Lied ins Herz, wie immer.
Es klingt, als wüsst' er um die Stunden,
die kamen, gingen, sind verschwunden.
Sanft hält sie hier die Wundergabe,
die Sanduhr aller Sonnentage.
Der feine Sand rinnt still die Bahnen,
als könnt er auch die Wolken ahnen.
Doch in den Augen ruht kein Klagen,
nur jenes stille Weitertragen,
das Menschen lernen mit den Jahren,
Erinnerungen zu bewahren.
Lisa Nicolis









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