Abendstunden am See
Der Tag lässt sein Gold in den See verrinnen
und kühlt in der Tiefe die Wunden.
Die Wellen ihm leis noch zum Abschied singen
und trinken die letzten Stunden.
Der Himmel schon neigt sich in warmen Farben
und ruht auf den spiegelnden Gründen.
Als wollte die Sonne ihr letztes Umarmen
dem schweigenden Wasser verkünden.
Noch trägt die Ferne den Rest des Lichtes,
ein Feuer aus roten Sekunden.
Die Wolken tragen das Wort des Gedichtes
wie Kränze zu stillen Stunden.
Lisa Nicolis


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