Irgendwann brach die Nacht entzwei,
Wege zum Träumen wurden frei,
flossen wie Wellen mit einher,
wurden zu Weiten und zu Meer.
Ich wurde auch zu Welle, Gischt,
in der des Mondes Schein zerzischt.
Mit Silberstaub das Himmelszelt
mein Wogenrauschen mir erhellt.
Ich wurde brausend Nebel, Schaum,
Traumgängerin, ein Hauch von Traum.
Ich wurde eins mit meiner Nacht.
Bin morgens leider aufgewacht.
© Lisa Nicolis
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Das Fünkchen Hoffnung
Im Schatten meiner Zweifel ziehen
Gedanken leis durch mein Gemüt,
mit Ängsten, die wie Herbst verblühen,
wenn Hoffnung leicht vorüberzieht.
Sie malt die Seele mir viel bunter,
sie gibt mir Mut und klare Sicht
und tief im Herzen keimt mitunter
ein kleines, unbeirrtes Licht.
Die Angst mag bleiben, darf mich lehren,
doch sie bestimmt nicht, wer ich bin
-ein bisschen Mut wird immer währen,
der sagt: „Mach weiter. Es hat Sinn.“
Und irgendwo, in all dem Ringen,
liegt Freude auch, wie 'n warmer Schein,
mein Lächeln wächst trotz dunkler Stimmen
und sagt: "Der Tag wird heut ein guter sein" .
Lisa Nicolis



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