Ich trieb im Blut der weiten Ahnen.
Die Tage schritten mir zu klein.
Dem Brauchtum und den festen Bahnen
wollt ich beständig ferne sein.
In jedem angefang’nen Leben,
in allen Zeiten, mittendrin,
war ich voll Sehnsucht und Bestreben,
vertrautem Treiben bald zu fliehn.
Es brachen die gefühlten
Fernen
ins Heimatliche, drohend laut.
Dann stand ich unter fremden Sternen
-das Neue war so unvertraut.
Ich hülle mich in Umgetriebe,
verloren in mein Einsamsein.
Vielleicht nur Sehsucht
nach der Liebe
trieb mich weltaus, trieb mich weltein…
© Lisa Nicolis (1993)
(Den weltweit verstreuten Verwandten)


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Danke für das Fünkchen Zeit, das du mir geschenkt hast!