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25.11.25

Wetter



Es liegt so bleiern in dem Regenstrom,

es fließt so schwer

der engen Blutbahn lang,

und ist in so viel Winter eingehüllt,

und liegt in allen Dingen um mich her.

 

Mit meinen Sinnen fremd verschlungen, kalt,

drückt es die Last

des Himmels mir aufs Herz,

verschleiert lichtlos, grau mir meinen Blick

-zu meinem Gestern- freudloser Kontrast.

 

Es hing vor Stunden in den Bäumen, weiß.

Es lag so weich,

so flaumig auch in mir.

Es zauberte mit kalten Funken Licht

und Kinderlachen in die Luft zugleich.

 

Es küsste Blumen auf mein Fensterglas.

Doch heute trieft

es trist den Tag entlang.

Und jeder Tropfen höhlt die Seele aus,

hat diese Dunkelheit in mir vertieft.

 

 ©Lisa Nicolis