Aus meinem Fenster blick ich in die Kronen
der Bäume, die in meinem Garten wohnen.
'ne Esche neben Ahornbäumen,
im Herbst ein Anblick, gelb und braun, zum Träumen.
Dem Wunder kann ich nie so ganz entgehen,
ich könnt es tausendmal und öfter sehen
und immer werd vor Ehrfurcht ich erschauern,
von Bildern die nur herbsteslange dauern.
Wohl Zauberhände streuen warme Farben
über des Scheidens sonnverhüllten Narben.
Es regnet Herbst in wundervollen Tönen
das sollt mich mit dem Abschiedsschmerz versöhnen.
Lisa Nicolis
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Baum im Wind
Ich weiß, dass Sturm und Baum
nicht Freunde sind, doch ist's der Wind,
von dem der Baum sich gerne wiegen lässt
und jedes Blatt in dem Geäst den Reigen liebt,
wenn sich der Wind durch alle Zweige siebt.
Dann säß ich gern auf einem Ast, als lieber Gast,
und würde gerne mit das Säuseln hören,
dazugehören,
des Blätterkleides lust'ges Flattern schauen,
mich diesem Tanze anvertrauen,
weit weg von all der Menschenwelt,
bis irgendwann das letzte Blatt
vom Baume fällt.
Auch wenn der Sturm
gelegentlich da drinnen thront,
den bin von allen Zeiten her ich längst gewohnt.
Lisa Nicolis
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