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22.4.26

Mir schwant etwas



Am See

Am trauten Ort im Abendlicht,
verwischt des müden Tags Gesicht.
zeigt sich pastelln ein See ganz sacht,
als hätte ihn ein Traum erdacht.

Ein Schwan am Ufer, stolz und weiß,
schlenkert die Flügel federleis’,
während er still dem Wind erzählt,
wie viel die späte Stunde zählt.

Und über allem ruht die Zeit
wie ein Gemälde, still und weit.


Lisa Nicolis

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Meinem Enkelkind


Paar Sonnenscherben brechen durch das Laub,
ihr Glitzern huscht dir warm übers Gesicht,
aus deinen Augen funkelt blau ein Licht.
Die Luft ist voller duft'gen Blütenstaub.

Aus welchen Wundern formte sich dein Sein?
Und welche strahlen mir so warm ums Herz,
legen wie Balsam sich auf jeden Schmerz
und hellen mich wie eitler Sonnenschein.

Sei es im ganzen Land ein Frühling heute nur,
was soll's? Er lebt doch immerzu in mir.
Und das verdanke ich alleine dir
und deiner frühlingssonnigen Natur.


@Lisa Nicolis