Blickwinkel
Manch einer kaut an dem nüchternen Knochen des Schicksals
ein Leben lang und hält sein Gesicht allen andren, die nichts mit
dem kargen Geschick seiner Tage verbindet, verbittert entgegen.
Als hätten die, noch vor ihm, seine Felder der Hoffnungen
allesamt kahl gefressen.
Bei andren verklärt die Erinnerung sich am vergangenen Sein
und die Zeit formt daraus sich Juwelen.
Das Leben schenkt uns die gleichen Stunden, doch der eine
findet den Knochen darin, der andre die Sterne.
Lisa Nicolis

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