Wenn Augen Türen schließen
Ich folge gern der Wolken Spur,
die lautlos durch die Lüfte gleitet,
mal weich wie Watte, strahlend hell,
mal trüb, vom Wind im Flug begleitet.
Und manche hängen voll und schwer,
als hätten sie den Regen weit getragen
Es ist nicht leicht, an solchen Tagen,
wenn deine Seele voller Worte ist,
wenn die Gedanken kommen,
Bilder entstehen, die Lust zu schreiben
noch immer brennt, du voller Freude bist.
Doch deine Augen müde sind, so müd,
dass selbst deine Gedanken schmerzen,
und sie sich weigern, alles das zu tragen,
was du zu tun denkst tief im Herzen.
So trist,
dass sich mein Geist verliert in allen Weiten,
stets Worte findet, Zeilen, Reime,
doch meine Augen ihnen alle Türen schließt,
bevor sie das Papier erreichen.
So bleiben Sätze ungeschrieben,
bleibt manch Gedicht im Dunkeln liegen
weil aller Weg dorthin zu mühsam ist.
Lisa Nicolis

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