Collagen, die ich erstelle, ohne zu ahnen, wie sie aus sich aufbauenden Gefühlen entstehen, Gedichte, die einfach Gedankenblitze sind. Die Bilder sind mit KI von mir erstellt
8.12.22
5.12.22
Wintermorgen
Es brennen schon
der Berge weiße Rücken
aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal
und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl,
die Sonne schreitet über alle Brücken.
Auf allen Wegen
eilt die Morgenröte
nun auch ins ferne Nachbardorf hinein,
und kehrt in wache Stuben wieder ein
und weckt aufs neu die Freude und die Nöte.
Aus eis’ger Ruhe
kommen helle Schritte,
der Morgen knirscht im erdvereisten Schnee,
wie stilles Hoffen aus dem dunklen Weh
hinein in eine lichtdurchströmten Mitte.
© Lisa Nicolis
Meine drüberstehenden Bilder sind nicht immer als Ausdruck des Gedichtes zu betrachten. Wenn ich Lust habe auf Animation, das Bächlein fließen lasse, obwohl es eisig kalt zu sein scheint und man die kahlen Bäume nicht zu sehen bekommt, dann muss das mit dem Gedicht nicht verwandt sein. Sie sind nur verschwägert ;-))
4.12.22
1.12.22
29.11.22
Wettertief
Kommt ein Wind auf leisen Sohlen,
haucht mir Wolken übers Haus,
Gruß des unsichtbaren Blaus,
das sich kalte Tiefs jetzt holen.
©Lisa Nicolis
27.11.22
Einen schönen 1.Advent!
Glitzernde Sterne
vom Himmel jetzt bringen
göttlichgeborene
Ruh’.
Watteverpackte
Alleen im Park sind
leicht glitzerverhangen
im Nu.
Stadtstraßenweit sind
die duftenden Tannen
schon buntsternenlichter-
vernetzt.
Weihnacht und Neujahr,
mit Hoffnung im Herzen,
erfreuen die Seele
uns jetzt.
© Lisa Nicolis
23.11.22
Abendstern
Abends holst du meine schönsten Träume,
wenn du, Abendstern, durchs Fenster schwebst.
Du berührst so still die Seelenräume,
wenn du mich zu deinem Leuchten hebst.
Und ich schwebe fort, vorbei an Sternen,
durch ein Nebel und durch Raum und Zeit.
Gibst mir Zuflucht, hoch in deinen Fernen
und mein Glück reicht sieben Himmel weit.
22.11.22
Ich friere, du frierst, sie frieren
Es
gibt auch diesmal wenig Schnee,
das
tut mir in der Seele weh.
Doch
dafür wird’s für jung und alt
recht
düster und auch etwas kalt.
Der
„Dank“ geht weit nach Osten hin
für
kriegerische ExtRas, Putin!
Gott
Mars, hoff ich, hat dich erkoren,
in
Hades Küchentopf zu schmoren.
Den
Klimawandel (kurz),
Herrgöttle,
installiere
ganz
schnell. Die
Heizung schweigt.
Ich
friere.
©
Lisa Nicolis
20.11.22
Vielleicht zu Weihnacht...
Berlin. Es schneit in einer
Tour,
der Himmel will mich endlich
segnen.
Verspür im Herzen Freude pur,
doch -in `ner Stunde wird‘s wohl
regnen.
© Lisa Nicolis
18.11.22
Herbstgedanken
Wer schenkt mir alle Farben, die ich male
und zündet Herbstesflammen auf das Bild?
Wer hält geduldig meine Farbenschale,
und führt mir den Gedankenpinsel mild?
Wer bricht aus meinem Alltag graue Steine
und trägt herein des Herbstes goldnen Hauch?
So färben sich auch meine Seelenhaine
und al mein Dunkelsein erhellt sich auch.
© Lisa Nicolis
13.11.22
Weltenblind
Ich tanze recht oft in den Wolken,
gedankenverlor’n im Néant ,
im Sternengewimmel verbannt.
Ich tanze recht oft in den Wolken.
Dann reißen mich nieder die Lieben.
Sie steh’n mit dem Boden vereist,
weiß keiner, was fernschweben heißt.
Sie reißen mich nieder, die Lieben.
Mich sättigen nicht Kreaturen.
Ich lechze nach Fernen und Wind,
bin sternhungrig, doch weltenblind.
Mich sättigen nicht Kreaturen.
© Lisa Nicolis
12.11.22
Fragen vor der Wiedergeburt
Ameise sein zwischen
Futtersuche und Schlaf?
Trapse ich lieber als Schaf
zwischen Stall und Weide?
Wolle spenden statt Seide?
Oder lieber im Norden brüten
und dann triebgesteuert
auf in den Süden?
Sich lieber suhlen im Dreck,
enden als Hack und Speck?
Doch lieber Krieg entfachen,
zuseh'n beim Sterben?
Lohnt es sich Mensch zu werden?
© Lisa Nicolis
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