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3.8.26

Die Bank am Rand der Stille


 

Die Bank am Rand der Stille


Kann man den Schmerz verdrängen,
wenn unser Auge ihn nicht sieht?
Kein Fluss trägt unser Leid davon,
doch weiß der Himmel,
dass man sich auch 
im Dunkeln nicht verliert. 

Vielleicht sind unsre Wunden Risse,
worin das Licht erst übt,
den Weg zu finden.
Denn aus der Tiefe
sieht man ihn erst klar.

Und auch die Erde,
die unter unsren Füßen,
schweigend ruht
und uns Zuhause ist,
weiß längst,
dass keine Nacht
den Morgen je vergisst.



Lisa Nicolis