sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln.
Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;
Verwaschenes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.
Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.
Rainer Maria Rilke
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Damit schließe ich meine "Rilkeserie", weil ich ganz große Schwierigkeiten habe, ein Bild dazu zu basteln. Bild ist nicht wichtig bei solchen Texten, aber das Bilderbasteln ist hier zuhause und es ist mein Hobby, dem ich leider nur noch mit größter Mühe nachgehe, aber es hält mich wach, solange meine Augen noch offen zu halten sind. Und bis ich wieder ein Text aus eigener Produktion poste, schiebe ich jetzt paar Bilder dazwischen, damit der Vergleich mit Rilke nicht so auffällt.😁


Liebe Lisa, man spürt die Liebe
AntwortenLöschendie du zu Rilke und zu seinen Werken
in dir gespeichert hast.
Seine Gedichte sind Lieder, die man in sich aufsaugt. Rilke den
man als Träumer empfindet, ein
großartiger Lyriker, sensibel, tiefgründig. In seinen Werken ,
wenn es gelungen ist, so sagte er einmal, steckt viel Wirklichkeit drin.
Ich habe noch einen Spruch gefunden.
Und ob dir auch dein
schönster Traum gefalle,
und alle Träume, die vorübergehen,
das Leben, wenn wir es nur recht verstehn,
das Leben kommt und übertrifft sie alle.
Liebe Lisa ,das Gedicht >Blaue Orchideen < kannte ich nicht.
wie erfreulich, dass du es gepostet hast.
Mir ist das Gedicht bekannt >Blaue Hortensie<
Ich sende dir einen herzlichen Gruß
Liebe Sieghild, Rilke muss man ja nicht mehr bekannt machen. Es war mir nur ein Bedürfnis, auch mal etwas zu posten, das richtig nach Lyrik klingt und mir auch so wichtig ist. Im Buch lesen, das geht auch nicht mit Lupe, weil es so kleine Buchstaben hat, dass es für mich zum Tabu geworden ist. Ich hatte vor mehr als dreißig Jahren, als ich es als Geschenk bekam, alle Passagen unterstrichen, die mir so unbeschreblich schön klangen. Und die habe ich rausgesucht und sie im Internet ausfindig gemacht, mein Diktierprogramm hat alles sich selber vorgelesen, es aufgezeichnet. Dann habe ich es vergrößert, "in Form" gebracht, die Gedichte kopiert und gepostet. Wie du sehen kannst, eine komplizierte Sache, die mich mehr als gefoltert hatte, aber ich kann doch nicht ständig Löcher in die Luft starren :-))
AntwortenLöschenDie Hortensien, nicht die blauen Orchideen, gehören zu meinen Lieblingsblumen. So wie ich die Schafgarbe und ihre Doppelgänger noch mehr liebe als Rosen. Vielleicht fällt mir noch was zu meinem Hortensienbild ein.
Einen schönen Sonntag und eine gute Woche wünscht dir Lisa