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21.2.20

Februarsturm


Der Himmel zieht an uns vorbei
mit Tränensäcken voll bepack.
Die Bäume greifen, winternackt,
ins alltagsgraue
Einerlei.

Am Fenster rüttelt
schon der Wind.
Und während er die Scheiben kratzt,
vor Übermut und Zorn zerplatzt,
  der Himmel sich im Tag verrinnt.

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Ein Sturm zieht auf, mein Herz wird schwer.
Das Licht geht aus in dir und mir.
So ausgebrannt! Nun staunen wir
-kein Licht,
wo kommt der Schatten her? 
 
Knips an dein Lächeln, hell’ den Blick,
schaue mir froh das schwere Herz.
Und lächelst du mich hin zum März,
kommt flugs
das Himmelsklar zurück.

© Lisa Nicolis

10.2.20

Einen schönen Tag, trotz der stürmischen Sabine!

Der Stoff für Kunst

Über nackter Wirklichkeit
zieht dahin ein Zauberdunst,
schweben Träume, Göttlichkeit.
Daraus webt so mancher- Kunst.

© Lisa Nicolis

Ich beziehe mich nicht auf meinen Kitsch, sondern auf jene, die den Stoff dazu l
eihen.

8.2.20

Stimmungstief

Heute gilt es, keine Luftschlösser zu bauen,
denn die Luft ist dick und eisigkalt.
Träge fließt der Lebenssaft im Morgengrauen
und du fühlst dich hundert Jahre alt.

Deine Stimmung haust in dunklen Wetterhütten
und dein Wille liegt auf Lagerstroh.
Reg dich nicht, du wirst die letzte Kraft verschütten
und es nützt dir gar nichts, sowieso.

Lass dich einfach wochenendlich hängen,
heute ist kein Hochdruck noch in Sicht.
Löse dich von deinen grauen Alltagszwängen.
Wart’ auf Licht, das dieses Dunkel bricht.

© Lisa Nicolis

5.2.20

Februar





Noch liegen erdgeborgen Farben
im Dunkeln, ahnend Licht und Wonne.
Im Stillen heilen schon die Narben
und lechzen träumend nach der Sonne.

Der Winter zählt bald seine Tage,
er räumt schon auf Gehölz und Fluren.
Im Herz ich erste Blüten trage,
doch meine Seel' noch seine Spuren.

Auf meiner Bank in Ufernähen
mit Duft vom See und Bäumerinden
werd' bald den Frühling ich erspähen
und meine Sonne wieder finden.

© Lisa Nicolis

29.1.20

Willenskraft(los)


Heut leg ich mich in den Wind
…vielleicht.
Ich ließe mich tragen.

Möchte dem Wind nur sagen,
flieg nicht zu hoch,
konnte Höh’n nie ertragen.

Flieg nicht zu hoch,
doch flieg!
Fang mich auf,
winde mich raus
aus meiner mauerumklammerten
Alltagskluft.

Habe längst schon vergessen,
wie Ferne schmeckt und
des Heimkommens
sehnsuchtsgetränkter Duft.

Einmal noch Heimkommen spüren,
nicht nur’s Zuhausesein leben.

Heut würd ich alles geben,
zeigen Mut, Wille.
Ließe mich windentführen.

-Da gibt’s plötzlich wieder Windstille.



© Lisa Nicolis

22.1.20

ich liebe dich



ich liebe dich
Leben
und blühe dir
in meinem
Herzensgarten
Rosen entgegen

doch
bitte
streu die Dornen
nicht
immer wieder
auf meinen Weg
zu dir

© Lisa Nicolis

21.1.20

Haltlos

Auf Nebelpfaden wandle ich,
sehe keine Spuren
-kein Licht,
keinen Weg,
kein Irgendwas,
bar der Gewissheit
Bodenhaftung
zu haben.
 

© Lisa Nicolis

11.1.20

Gute Vorsätze


Noch tropft's wie Honig aus n'em Kelch,
es duftet süßlich nach Versprechen.
Ist um das Jahr, weißt du doch welch
Genuss es macht, diese zu brechen.
© Lisa Nicolis

10.1.20

Wieder Freitag


brrr, es ist kalt
und der Winter mäht
diese frischen Tage
zu schnell
aus meinem Leben
sooft er ausholt
ist es Freitag
schon wieder Freitag
und
die gemähten Stunden
liegen längst verlebt
im Gestern

© Lisa Nicolis