kliiiiingt,
der Äther siiinnngt.
und schreck mich wach.
ja, der tut's auch so,
nicht extra froh.
Was soll’s?
in Schlaf,
der liebe Gott
vermisst ein Schaf.
Werd abends
@ Lisa Nicolis
Collagen, die ich erstelle, ohne zu ahnen, wie sie aus sich aufbauenden Gefühlen entstehen, Gedichte, die einfach Gedankenblitze sind. Die Bilder sind mit KI von mir erstellt
2016 geschrieben und wieder so aktuell, leider.
Morgens zieh ich die Nachtträume aus,
leg sie in irdenen Schalen,
und meine staubigen Traumsandalen
stell ich vors steinige Haus.
Hoffend zieh ich die Tage dann an,
die im Sonnenfach liegen,
lass mich vom Leben gerne verbiegen,
wenn ich auch tagträumen kann.
Deck mich tagein auch mit Träumen zu,
spinn sie aus goldenen Zwirnen,
glitzernden Fäden aus Goldgestirnen
-drückt auch der irdische Schuh.
© Lisa Nicolis
Noch liegen erdgeborgen
Farben
im Dunkeln, ahnend
Licht und Wonne.
Im Stillen heilen
schon die Narben
und lechzen träumend
nach der Sonne.
Der Winter zählt bald
seine Tage,
er räumt schon auf
Gehölz und Fluren.
Im Herz ich erste
Blüten trage,
doch meine Seel' noch
seine Spuren.
Auf einer Bank in
Ufernähen
mit Duft des Sees, der Bäume Rinden
werd' bald den
Frühling ich erspähen
und meine Sonne
wieder finden.
© Lisa Nicolis