Mit schwieligen Händen durchbricht er das Brot
und legt es vor uns auf den Tisch.
Er teilt selbstverständlich mit uns seine Not,
das knusprige etwas aus Wasser und Schrot,
und Tee aus ’nem Kräutergemisch.
Die Wände aus Lehm sind von selbiger Hand
und schützen uns jetzt vor dem Sturm.
Der Heiland blickt tröstend auf uns von der Wand
- zumindest hat er auch ein trocknes Gewand.
Im Holz eines Schranks nagt ein Wurm.
Woher wir denn sind, möcht er wissen sodann,
nach unsrem bescheidenen Mal.
Er sieht mit verwunderten Blicken uns an,
bekreuzigt sich wieder und wieder spontan.
"Aus Deutschland? Das ist kolossal!"
Der Sturm ist vorbei und wir brechen jetzt auf,
das Geld weist er schlichtweg zurück.
"Ich bin in der Hütte zu Haus und wohlauf,
ihr nehmt noch so vieles am Weg wohl in Kauf,
da braucht ihr das Geld. Und viel Glück!*
© Lisa Nicolis


Das kam von Herzen,das ist praktizierende Nächstenliebe.Ein Mensch,der mit sich im Reinen ist. Wunderbar beschrieben in liebe Lisa.
AntwortenLöschenHerzlich grüßt dich Sieghild
Liebe Lisa, es gab in der Vergangenheit und auch heute im Hier und Jetzt Menschen die ein großes Herz haben. Gefühlvoller wie du es geschrieben hast, geht es nicht.
AntwortenLöschenIch grüße dich herzlich in deinen Tag, in Verbundenheit Karin
Einen lieben Gruß an dich und euch allen ein schönes Urlaubswetter, wünscht Lisa
AntwortenLöschenLiebe Karin, aus Erfahrung weiß ich leider, dass Menschen, die zuviel Güte walten lassen, sehr oft und fast selbstverständlich ausgenutzt werde. Trotzdem, wer es in den Genen hat, wird das Geben noch immer schöner finden, als das Nehmen. Drum ließen wir dem Bergmenschen verstohlen das Geld auf dem Tisch liegen ;-)
AntwortenLöschenEinen schönen Tag dir und gutes Durchatmen, wünscht die Lisa