In die Stille eingebettet
wiegen sich die goldnen Ähren
und am Fluss, an Pfahl gekettet,
schaukeln gluchzend alte Fähren.
Kornblumen sich blau verirren
in der Halme sonn’gen Schimmer
und Libellen friedlich schwirren
durch des Mittags Lichtgeflimmer.
In der Schwüle, ganz benommen,
gähnt der Mohn in müden Flammen.
In der Ferne, leicht verschwommen,
fließen Himmel, Erd’ zusammen.
Überm Fluss dringt leises Lachen
und verliert sich in den Weiden,
die den Steg kühl überdachen,
wie im ewiglichen Leiden.
”Böser Mann! Bist du durchtrieben!
Sollst das Boot ans Ufer bringen!”
”Wenn wir uns dort feurig lieben,
könnt die Glut das Land verschlingen!”
Lisa Nicolis


Das ist für mich Romantik pur.Sicher ist auch eine Portion Wirklichkeit eingeflochten,aber für mich ist es zauberhaft ,wie du liebe Lisa,das Ganze geformt hast.
AntwortenLöschenEs grüßt dich herzlich Sieghild
Hallo, liebe Sieghild, dass du mir Zeit schenkst von deinem kostbaren Urlaub, ist rührend. Das Gedicht hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel und mit dem Bild habe ich mich etwas schwer getan, denn die Landschaft ist aus ungefähr fünf anderen Bildern entstanden und neben dem jungen Mann lag eine Dame aus der Biedermeierzeit mit Hut, Rüscheln und Spitzen und es hat mich etwas Anstrengung gekostet, sie aus dem Boot zu hiewen und ein neuzeitlicheres Wesen zu bitten, da Platz zu nehmen. Dabei wurde es immer schummriger und zuletzt musste ich bis zum nächsten Tag warten, bis ich das Bild einigermaßen richtig sah. Geht mir ja immer so. Zum Glück kann man ja das Photoimpact immer vergrößern und da kann ich auch einiges ausbessern, aber zufrieden bin ich nie und nimmer, denn immer finde ich eine Menge Fehler, nachdem ich es gepostet habe.
AntwortenLöschenHab weiterhin eine schöne Zeit und lass dich drücken von Lisa