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4.7.23

Meer


Endlosweiten brechen an den Strand.
tausend Strahlen leuchten in den Wellen.
Ich verlier mich, im Geschrei der grellen
Möwen, in dem gischtgewälzten Sand.

Ach, du Meer, wie liegst du in der Zeit,
wohl gebettet, an die Welt gebunden.
Zählst in weißen Nächten nicht die Stunden,
bist gefangen in der Ewigkeit.

Meine Zeit ist endlich und schon spät.
Doch das Seelenjung, schon bitter schauert
von dem Irgendwann, das in mir lauert,
wo kein Nachtgestirn mehr kommt und geht.

Wieg dich schäumend, tosend bis zum Grund,
in dem Ruhloswähren der Gezeiten.
Lass dich abendlich vom Mond begleiten
auf dein Wellen übers Erdenrund.

Werde dich aus einer andren Welt
sicherlich als Brise wieder finden,
mich im Flug um deine Weiten winden,
ewiglich, solang es mir gefällt.

© Lisa Nicolis

3 Kommentare:

  1. Ein Gedicht in das wieder zum Nachdenken anregt.Es klingt sehr melancholisch,ja ich sehe mich in einigen Zeilen und weiß ,es ist viel Zeit vergangen und wenig zu erwarten ist. Machen wir daraus
    noch etwas Lebenswertes.
    Ich habe es gerne gelesen.
    LG zu dir

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  2. Liebe Lisa,
    eine ausdrucksstarke Gedankenwelt in dir ruht. Du überraschst mich immer wieder mit deinen Gedichten, der Inhalt lockt immer die Besinnlichkeit hervor.
    Die Zeit die uns verbleibt sollten wir nutzen um uns an der Natur zu erfreuen.
    Lasse es dir gut gehen, fühle dich umarmt von mir, Karin

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  3. Liebe Sieghild, liebe Karin, ein herzliches Dankeschön und liebe Grüße an euch von Lisa

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Danke für das Fünkchen Zeit, das du mir geschenkt hast!